Der Umweltausschuss im Europaparlament hat sich für eine Lockerung des sogenannten Verbrenner-Aus ausgesprochen. Eine Mehrheit der Abgeordneten stimmte für einen entsprechenden Vorschlag, der die Entscheidung des gesamten Parlaments vorbereitet. Diese wird für Mitte Dezember erwartet.
Der Abstimmung war eine Verständigung der Unterhändler mehrerer Fraktionen vorausgegangen. Parallel erarbeiten die 27 EU-Mitgliedstaaten derzeit ihre gemeinsame Position. Ohne eine Einigung des Parlaments und des Rats kann keine Änderung in Kraft treten.
Die Abgeordneten des Umweltausschusses wollen, dass der CO2-Ausstoß von Neuwagen in der EU bis zum Jahr 2035 um 87,5 Prozent im Vergleich zum Ausgangsjahr 2021 zurückgehen. Grundsätzlich sollen die Emissionen um 95 Prozent sinken – verbauen die Hersteller klimafreundlich hergestellten Stahl, dürfen sie aber um weitere 7,5 Prozentpunkte nach unten ausscheren, ohne Strafzahlungen fürchten zu müssen. Die Autoindustrie könnte damit weiter neue Verbrenner und Hybridfahrzeuge verkaufen.
Bislang ist vorgesehen, dass ab 2035 nur noch emissionsfreie Autos in der Europäischen Union zugelassen werden dürfen. Hintergrund ist das Ziel der EU, in den kommenden Jahren klimaneutral zu werden, also nur noch so viel CO2 auszustoßen, wie auch wieder gebunden werden kann.
