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Lufthansa steigert Sommer-Gewinn trotz teuren Kerosins

Die Lufthansa hat die stark gestiegenen Kerosinpreise dank teurerer Tickets und guter Geschäfte mit Wartung und Fracht gut weggesteckt. Obwohl die Ausgaben für Treibstoff um mehr als eine halbe Milliarde Euro stiegen, verdiente der Luftverkehrskonzern im dritten Quartal unter dem Strich mit knapp 1,3 Milliarden Euro 30 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. 

Dazu trugen auch Sondereffekte bei, wie die Airline mitteilte. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) legte immerhin um sechs Prozent auf gut 1,4 Milliarden Euro zu und übertraf damit die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. 

Für das laufende Jahr erwartet Vorstandschef Carsten Spohr jedoch deutlich höhere Ausgaben für Kerosin. Insgesamt dürfte die Treibstoffrechnung auf 9,3 Milliarden Euro klettern. Das sind 600 Millionen Euro mehr als noch im Sommer angekündigt. 

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Gewinnprognose abgesenkt 

In der Folge dämpfte der Vorstand um Spohr die Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2026 erneut. So soll der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) statt 1,7 bis 2,2 Milliarden nur noch 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro erreichen. Bereits im August hatte Spohr erstmals das Gewinnziel gekappt. Nun scheint ein Rückgang im Vergleich zu den knapp 2 Milliarden Euro von 2025 nahezu ausgemacht. 

«Wo wir innerhalb der Bandbreite landen, wird neben Treibstoffkosten und Nachfrage insbesondere von der Ergebnisentwicklung bei Lufthansa Cargo im vierten Quartal abhängen», sagte Finanzvorstand Till Streichert. Die Frachttochter macht üblicherweise zum Jahresende besonders viel Geschäft.

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